Die Geschichte des IARTS

Die Geschichte des IARTS kann auf mehr als 20 Jahre erfolgreicher Aktivitäten zurückblicken. Die Tätigkeit des Institutes beginnt 1995 und beinhaltet bis zum heutigen Tage schwerpunktmäßig die Organisation und Förderung von Aus- und Fortbildungskursen, Kongressen, Supervisionen, Seminaren und Studiengruppen.

Meilensteine der Entwicklung

1990 bis 1999

1990 bis 1994 1. Curriculum
1995 bis 1999 2. Curriculum:

Vierjähriges Curriculum: Systemische Psychotherapieausbildung der Mailänder Schule (Boscolo, Cecchin) und der Heidelberger Schule (Simon, Weber) in Bozen

seit 1995

Supervisionen

Regelmäßiges zweisprachiges systemisches Supervisionsangebot mit Supervisoren des Heidelberger Institutes, des Centro Milanese und des Centro di Bologna in Bozen

1995

Kongress

„Der Familientherapeut und seine Bezugssysteme“ in Brixen

2012 bis 2015

Supervisionen

Supervisionsangebote mit Vanna Puviani in Bozen

2007

Master

5 Kurse „Il disegno infantile“ mit Vanna Puviani in Bozen

2008 bis 2009

SV Curriculum

Ausbildung zum systemischen Supervisor/In in Bozen

2013

Kongress

„Die Bedeutung des systemischen Ansatzes heute“ in Brixen

2015

EOS Sozialgenossenschaft

Übernahme durch die EOS Sozialgenossenschaft

2017

Tagung

„Multipropblemfamilien und Mehrfamilientherapie“ Prof. Dr. Eia Asen, in Bozen

Am Institut waren unter anderem tätig:

  • Centro Milanese di Terapia della Famiglia: Gianfranco Cecchin und Luigi Boscolo
  • Centro Bolognese per la Terapia della Famiglia: Anna Castellucci, Laura Fruggeri
  • Helm Stierlin Institut Heidelberg: Jochen Schweizer, Andrea Ebbecke Nohlen, Elisabeth Nicolai, Carmen Beilfuß, Ansgar Röhrbein, Gunthard Weber, Fritz Simon
  • Wiener Institut für Systemische Therapie: Ferdinand Wolf
  • Istob-Zentrum, München: Thomas Hegemann

Multikulturelle Einflüsse

Unser Institut vereint in sich die Vorzüge zweier berühmter, klassischer Modelle Systemischer Psychotherapie:

Das Mailänder Modell um Luigi Boscolo und Gianfranco Cecchin

Das Mailänder Zentrum für Therapie der Familie „Centro Milanese di Terapia della Famiglia” wurde 1981 von Luigi Boscolo und Gianfranco Cecchin, nach einem Jahrzehnt fruchtbarer Zusammenarbeit mit Mara Selvini Palazzoli und Giuliana Prata gegründet. Luigi Boscolo und Gianfranco Cecchin haben eine Familientherapeutische Methodik implementiert, die in Italien und im Ausland als „Milan Approach“ bekannt und weltweit nachgeahmt wurde. In den letzten Jahren waren beide Hauptgestalter eines systemischen Verständnisses klinischer Arbeit im Lichte der Kybernetik zweiter Ordnung, welche den Konstruktivismus und den sozialen Konstruktionismus in die Praxis übersetzt. Sie entwickelten unter anderem einen klinischen Ansatz, der sogar Vorurteile und Emotionen der Therapeuten miteinschließt.

Die Heidelberger Gruppe um Helm Stierlin

Die Heidelberger Gruppe hat sich in mehreren Schritten weiterentwickelt: von der psychoanalytischen Familientherapie der 1970er Jahre über die Auseinandersetzung mit dem Mailänder Modell ab 1977 und mit der Erkenntnistheorie des Konstruktivismus und der Autopoiese ab 1980 zu einem spezifisch Heidelberger Ansatz der Systemischen Therapie, z. B. in der Familientherapie der Psychosen. Um 1985 wurden hypnotherapeutisch-lösungsorientierte Sprachspiele Teil der Arbeit. In den 90ern floss zusehends das postmodernem Denken in die Arbeit der Gruppe ein und seit dem Jahr 2000 lassen sich immer mehr kreative Handlungsmethoden beobachten. Zu den neuesten Entwicklungen gehören die Anregungen der Gruppe zu einem systemischen Kulturwandel in ganzen Organisationen, Kliniken und Schulen.